Das BENGALISCHE Feuerwerk der CDU-Rentenreform

CDU-Chef Armin Laschet regt eine parteiübergreifende Rentenreform nach der Bundestagswahl an.

Um die Rentensysteme auch für künftige Generationen zukunftssicher zu machen, soll in einem parteiübergreifenden Konsens eine längere Lebensarbeitszeit beschlossen werden.

Die Grünen – die höchst-wahrscheinlichsten, zukünftigen Koalitionäre – meinen nur ausweichend und offensichtlich nicht sehr angetan von Laschets Vorstoß, sie hätten ihren Plan mit dem Ziel einer Bürgerversicherung und der langfristigen Stabilisierung des Rentenniveaus schon abschließend vorgelegt.

Die SPD sieht darin nur ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver.
“Laschet täte gut daran, zunächst mit einer parteiinternen Rentenkommission für Klarheit zu sorgen, um zu klären, was eigentlich die gemeinsame Position der CDU ist.
Für Rentenkürzungen durch die Hintertür, was eine längere Arbeitszeit im Grunde darstellt, stehe die SPD nicht zur Verfügung.
Die von der SPD geforderte Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro wäre nicht nur ein Akt der Gerechtigkeit, sondern auch ein enormer Schub für die gesetzliche Rente.”

Die große Koalition von CDU/CSU/SPD habe bereits eine gemeinsame Rentenkommission mit Arbeitgebern und Gewerkschaften auf den Weg gebracht.
Diese habe ihre Ergebnisse vor einem Jahr präsentiert.
“Das dabei vieles im Ungefähren geblieben ist, lag nicht zuletzt an der massiven inneren Zerstrittenheit der Union.
Sozial- und Wirtschaftsflügel der CDU seien sich uneinig über das Renteneintrittsalter, das Rentenniveau, die Einbeziehung von Selbstständigen und Beamten, sowie die Beitragsbemessungsgrenze!”

Die FDP bringt wiederholt das schwedische Vorbild eines komplett flexiblen Renteneintrittsalter vor. Eine gesetzliche Aktienrente würde das Rentensystem stabil und gerade für Geringverdiener fairer machen.

Die Jungen Union (JU) meint dazu.
Konkrete Gesetze müssten bis 2024 umgesetzt werden.
Die CDU brauche dafür eine eine klare Idee.
Die Interessen von Jung und Alt müssen in Einklang kommen.
“Nur wer selbst ein durchdachtes Konzept habe, könne dieses auch in einer Kommission verhandeln. Die JU stehe “als Anwalt der jungen Generation” bereit.”

Die Fraktionen “der Linken” sowie der “Alternative für Deutschland – AfD” wurden entweder nicht zu ihren Standpunkten befragt, oder gaben, skeptisch gegenüber einer “parteiübergreifenden Rentenreform”, keine Statements ab.

 

Der VdK fordert: Keine neue Rentenkommission – Zeit zum Handeln

VdK kritisiert Laschet-Vorschläge zur Rente
Bentele: “Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Es ist an der Zeit, dass die Politik handelt”

Der VdK erteilt der Forderung von CDU-Chef Armin Laschet, erneut eine Rentenkommission einzurichten, eine klare Absage.
VdK-Präsidentin Verena Bentele: “Die Zeiten der Diskussionen sind vorbei.
Die Menschen brauchen keine neuen Kommissionen oder Arbeitskreise.
Sie brauchen endlich eine gute Rente nach einem langen Arbeitsleben.
Die Konzepte dazu liegen auf dem Tisch.
Von Armin Laschet wünschen wir uns ein klares Ja zu einer starken gesetzlichen Rentenversicherung als Fundament. Wir fordern ein deutliches Bekenntnis zu stabilen und guten Renten für alle Erwerbstätigen und alle Generationen. Bestimmte Personengruppen dürfen nicht länger bei der Alterssicherung privilegiert werden.

Politiker, Beamte oder Selbstständige müssen künftig in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.”

Auch die Diskussion von Laschet über die Regelaltersgrenze lehnt der VdK vehement ab.
Bentele weiter: “Für Geringverdienerinnen und Geringverdiener wäre eine Erhöhung der Regelaltersgrenze ein reines Rentenkürzungsprogramm. Sie arbeiten hart für wenig Geld und viele schaffen es schon heute nicht bis zur regulären Grenze. Statt über eine Rente mit 70 zu diskutieren, muss das Rentenniveau rauf, und zwar stabil auf über 50 Prozent.
Das schafft Vertrauen in die gesetzliche Rente für alle Generationen.”

Das Rentenkonzept des VdK

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Das Rentenkonzept des Deutschen-Senioren-Bund

DSB-Forderung-Altersruhegeld_20180509

 

 

(CC) – creative commons

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