Österreich-Rente ist besser

Deutsche Rentenversicherung – Ihre Vorsorge – Eine Initiative der Regionalträger
der Deutschen Rentenversicherung
und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Gewerkschafts-Forscher: Österreich-Rente ist besser

WSI-Experte Blank und sein Kollege Türk aus der Alpen-Republik werben für höheres Leistungsniveau der gesetzlichen Rente.

Düsseldorf/Bad Homburg (). Das österreichische Rentensystem ist der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung nach Ansicht gewerkschaftsnaher Forscher derzeit deutlich überlegen. Die österreichische Pensionsversicherung gewähre den Versicherten im Vergleich zur deutschen Rentenversicherung „in jeder Konstellation deutlich höhere Leistungen“, begründen die Rentenexperten Florian Blank vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut () der Hans-Böckler-Stiftung und Erik Türk von der Arbeiter- und Angestelltenkammer Wien in einer aktuellen Studie ihre Einschätzung. Dies zeige sich nicht nur am Beispiel eines „Eckrentners“ mit langer, lückenloser Erwerbsbiografie, sondern auch anhand von Lebensläufen, „die durch Arbeitslosigkeit oder Erziehungsphasen geprägt sind“.

Heutige Berufsanfänger in Deutschland mit der für einen „Eckrentner“ üblichen Erwerbsbiografie von 45 Berufsjahren bei durchgängigem Durchschnittsverdienst würden „später einmal eine Rente bekommen, die knapp 39 Prozent ihres vorherigen durchschnittlichen Bruttoeinkommens entspricht“, heißt es in der Studie. In Österreich läge diese sogenannte Brutto-Ersatzrate „hingegen bei fast 78 Prozent“, schreiben Blank und Türk. Ähnlich unterschiedlich sind nach Erkenntnissen der Sozialforscher die Renten, die Beschäftigte aus beiden Ländern mit Lücken in der Erwerbsbiografie zu erwarten hätten.

Große Renten-Unterschiede auch bei Lücken in der Biografie

Wer zunächst unterdurchschnittlich verdient habe, gegen Ende der Erwerbsphase auf ein überdurchschnittliches Einkommen komme, mit 59 Jahren arbeitslos werde und vier Jahre später mit 63 in Rente gehe, käme in Deutschland auf 30 Prozent des durchschnittlich erzielten Gehalts, in Österreich jedoch auf 65 Prozent, rechnen die Fachleute vor. Und auch bei einer Karriere mit Phasen der Kindererziehung könnten die betroffenen Arbeitnehmerinnen in Deutschland künftig mit einer Ersatzrate von rund 42 Prozent rechnen, in Österreich kämen sie “jedoch zu einer Rate von gut 78 Prozent”, so Blank und Türk.

Das voraussichtliche Rentenniveau sei für heutige Berufseinsteiger in der österreichischen Pensionsversicherung schon ohne Berücksichtigung des sozialen Ausgleichs „in der Regel ziemlich genau doppelt so hoch wie in der deutschen Rentenversicherung“, fassen die Experten ihre Analyse zusammen. Schon heutige Rentner zwischen Vorarlberg und Burgenland stünden deutlich besser da als Ruheständler hierzulande. Die beiden Wissenschaftler sprechen sich deshalb auch in Deutschland „für eine Stärkung der Sozialversicherung als ein flexibles Instrument der sozialen Sicherung“ aus.   

 

 

Das österreichische Renten- (Pensions-) Modell,
aus unserer “Wissensdatenbank”

 

 

(CC) – creative commons  

Bild: pixabay – Atemberaubende kostenlose Bilder
Text: “Ihre Vorsorge” – Eine Initiative der Regionalträger
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Dr. Liane Gärtner
Communication Consultantwdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation mbH & Co. OHG

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