Totaler Realitätsverlust ?

 

(1998 bis 2005 war Gerhard Schröder (SPD) Bundeskanzler.)

Vita des Hans-Adalbert „Bert“ Rürup im Zeitraum 1999 bis 2010

  • 1999 bis 2001 war Rürup Mitglied im Expertenkreis des Bundesarbeitsministers zur Vorbereitung der Rentenreform 2001, von 2000 bis 2009 Vorsitzender des Sozialbeirats.
  • Die Basisrente, umgangssprachlich als Rürup-Rente, wurde 2005 in Deutschland als steuerlich begünstigte Form der privaten Altersvorsorge eingeführt. Sie trat damit neben die betriebliche Altersversorgung, die Riester-Rente und die „klassische“ private Rentenversicherung.
  • Von April bis Dezember 2009 war Rürup Chefökonom beim Finanzdienstleister AWD. Er war dort verantwortlich für die Bereiche „Ökonomische Analysen“ sowie die Erschließung neuer Märkte für betriebliche und private Altersvorsorge
  • 2010 etablierte Rürup gemeinsam mit dem AWD-Gründer Carsten Maschmeyer eine unabhängige und international ausgerichtete Beratungsgesellschaft für Banken, Versicherungen wie auch Regierungen: die MaschmeyerRürup AG

In letzter Zeit schreibt Rürup Kommentare für das “Handelsblatt”
In seinem neuesten Kommentar versteigt er sich zu der “Forderung”:
“Rentner müssen an den wirtschaftlichen Kosten der Coronakrise beteiligt werden.”
Hierbei spielt er wohl auf die anstehende “Rentenanpassung” im Juni dieses Jahres an,
obwohl er als “Rentenexperte” WISSEN MUSS, die Rentenanpassung im Jahre 2020 errechnet sich auf der Basis der Lohn- und Gehaltsentwicklung im Jahre 2019,
kann also NICHT mit der Coronakrise in 2020 in Verbindung gebracht werden!
Wenn die Lohn- und Gehaltsentwicklung im Jahre 2020 wegen der Coronakrise sich negativ entwickeln sollte, wird diese Entwicklung sich auf die Rentenanpassungen im Jahre 2021 und auf die Folgejahre auswirken!
Das ist im Rentenrecht verankert, das sollte Herr Rürup wissen!

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