Schon wieder soll am Rentenrecht „geschraubt“ werden!

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ORIGINALBERICHT AUS DEM MAGAZIN „IHRE VORSORGE“
der Deutschen Rentenversicherung GRV

Regeln für Rentenerhöhung sollen geändert werden

Medien: Zu starke Schwankungen bei den Rentenanpassungen in den kommenden beiden Jahren sollen verhindert werden.

Berlin (/). Das Bundesarbeitsministerium plant laut übereinstimmenden Berichten der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“ eine Neuregelung der Rentenberechnung. Damit sollen zu starke Schwankungen bei den Rentensteigerungen in den kommenden beiden Jahren verhindert werden, heißt es in den Berichten unter Berufung auf einen entsprechenden Regierungsvermerk. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Samstag, dass Änderungen geplant seien.

Ohne den Eingriff könnten die 21 Millionen Rentner in Deutschland im nächsten Jahr mit einer besonders kräftigen Erhöhung um mehr als fünf Prozent rechnen. Im darauffolgenden Wahljahr 2021 wäre dann die Steigerung aber nur minimal. Ursache sei ein statistischer Sondereffekt: Im laufenden Jahr wurde die sogenannte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) des Statistischen Bundesamtes turnusgemäß aktualisiert. In der VGR werden Daten wie das Bruttoinlandsprodukt und das Nationaleinkommen erfasst.

Werte zur Lohnentwicklung wurden nach oben korrigiert

Die Werte zur Lohnentwicklung der vergangenen Jahren sind laut und durch diese Revision nach oben korrigiert worden, was die Rentenanpassung 2020 ungewöhnlich stark nach oben treiben könnte. 2021 käme es dann aber voraussichtlich nur zu einer Minimalsteigerung. Der Ministeriumssprecher sagte, durch diesen statistischen Effekt würde für 2020 und 2021 das Prinzip ausgehebelt, dass die Rentenanpassung immer der Lohnentwicklung folge. „Zahlen vor der Revision würden mit Zahlen nach der Revision verglichen.“ Mit der geplanten Änderung gewährleiste die Regierung, dass sich die Rentenanpassung zukünftig unabhängig von statistischen Effekten an der Lohnentwicklung orientiere.

Experten hatten im August die Prognose abgegeben, dass die Renten im kommenden Jahr um drei Prozent oder sogar noch mehr steigen könnten. Zum 1. Juli waren die Rentenbezüge in Westdeutschland um 3,18 Prozent gestiegen, im Osten sogar um 3,91 Prozent. 2018 waren die Renten im Westen um 3,22 Prozent und im Osten um 3,37 Prozent in die Höhe gegangen.

Ende des Originalberichtes der Deutschen Rentenversicherung GRV

 

Aussage des Ministeriumssprechers:
„… durch diesen statistischen Effekt würde für 2020 und 2021 das Prinzip ausgehebelt, dass die Rentenanpassung immer der Lohnentwicklung folge“

Die 21 Millionen Rentner in Deutschland können im nächsten Jahr mit einer besonders kräftigen Erhöhung um mehr als fünf Prozent rechnen. Im darauffolgenden Wahljahr 2021 wäre dann die Steigerung aber nur minimal.

Und damit dieses nicht passiert, wird wieder einmal sinnlos an der Rente herummanipuliert. Außerdem ist zu befürchten, diese Manipulation an der Rentenanpassungsformel wirkt sich ja nicht nur auf die nächsten zwei Jahre aus, sondern verursacht auch danach weitere Dämpfungen bei den Rentenerhöhungen!

Wenn die Werte zur Lohnentwicklung der vergangenen Jahren laut und durch diese Revision nach oben korrigiert werden mussten, bedeutet dieses, die Rentnerinnen und Rentner wurden um einen Teil der Rentenanpassungen BETROGEN, was jetzt durch neuerliche Manipulationen vertuscht, und der notwendige, gerechte Ausgleich verindert werden soll!

Der SENIORENBUND FORDERT:
Wann endlich wird,
WIE IN ANDEREN EUROPÄISCHEN LÄNDERN ÜBLICH,
und wie es sich gehört,
die beitragsfinanzierte Rentenversicherung
der unselbstständigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

dem unredlichen Zugriff der Regierung ENTZOGEN!

 

Bild: pixabay – Atemberaubende kostenlose Bilder
(Bild im Originalbericht der GRV ist im Originalberricht enthalten)

Dokument: Original-Bericht der GRV